Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen zur Prüfungsvorbereitung SS 2013 (finale Version)

Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen zur Prüfungsvorbereitung SS 2013 (finale Version)

Die vorliegende Liste enthält Wiederholungsfragen, die auf die Lernziele der einzelnen Lehreinheiten abgestimmt sind. Sie sollte möglichst zeitnah zur Behandlung des Stoffes durchgearbeitet werden, um die spätere Vorbereitung auf die Prüfung zu erleichtern. Themengebiete, die in der vorliegenden finalen Version der Fragenliste nicht enthalten sind, werden in der Klausur nicht behandelt. Die Fragen der Klausur können allerdings anders formuliert und aus einem anderen Blickwinkel heraus gestellt werden als in der vorliegenden Liste.

Die vorliegende Liste aus dem vergangenen Sommersemester 2013 wird im Laufe des Wintersemesters noch aktualisiert und an den neuen Vorlesungsumdruck angepasst.

1. Einführung und Grundbegriffe

  1. Was ist ein Projekt? Nennen Sie die charakteristischen Merkmale eines Projekts?
  2. Was versteht man unter dem Begriff Projektmanagement, was unter dem magischen Dreieck des Projektmanagements? Warum spricht man in diesem Zusammenhang von "magisch"?
  3. Geben Sie einen Überblick über Struktur und Bedeutung der betrieblichen und der überbetrieblichen Projektwirtschaft und deren Entwicklungstendenzen.
  4. Nennen Sie Organisationen und Standards/Normen, die (a) in Deutschland und (b) international für das Projektmanagement eine große Bedeutung haben?
  5. Welche Hauptleistungen bieten insbesondere die großen Projektmanagementverbände PMI, IPMA und GPM an?
  6. Was versteht man unter dem 4-L-C-System der IPMA?
  7. Geben Sie einen Überblick über die Ziele und Hauptaktivitäten der fünf Teilprozesse des Projektmanagements nach dem PMBOK (Project Management Body of Knowledge) von PMI (Project Management Institute)
  8. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Einzelelemente und Methoden des Projektmanagements (Projektatlas und Projektmanagementatlas).

2. Projektorganisation

  1. Welche organisatorischen Festlegungen sind zu Projektbeginn zu treffen?
  2. Warum erfordern Projekte in der Regel besondere organisatorische Strukturen?
  3. Welche unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten nehmen Auftraggeber, Projektleiter und Projektbearbeiter im Rahmen des Projektmanagements wahr?
  4. Neben dem Projektteam werden in größeren Projekten häufig auch verschiedene Spezialteams gebildet. Nennen Sie dafür einige sinnvolle Beispiele?
  5. Welche hauptsächlichen Projektservicefunktionen werden bei der Projektorganisation unterschieden? Wann sollten diese eher zentral, wann eher innerhalb des Projektteams angesiedelt werden?
  6. Geben Sie einen Überblick über die Grundüberlegungen und die Instrumente zur Organisation der Informations- und Kommunikationsbeziehungen im Projekt.
  7. Welche grundsätzlichen Formen der Integration des Projektmanagements in die Unternehmensorganisation lassen sich unterscheiden ? Welche Hauptmerkmale weisen diese Organisationsformen jeweils auf?
  8. Nach welchen beiden grundsätzlichen Kriterien können in größeren Projekten Einzelteams gebildet werden?
  9. Skizzieren Sie beispielhaft eine geeignete organisatorische Struktur zur Durchführung von Großprojekten, an denen mehrere Unternehmen beteiligt sind? Insbesondere:
    • Welche drei grundsätzlichen unternehmensübergreifende Organisationsformen werden dabei unterscheiden?
    • Was versteht man dabei unter „Spiegelbild“-Funktionen?
  10. Geben Sie einen Überblick über die Hauptgründe, warum Projekte in Phasen (Stages) und Meilensteine ("Gates", "Quality Gates") untergliedert werden.
  11. Welche Funktionen/Vorteile sind mit dem Setzen von Meilensteinen verbunden?
  12. Nach welchen Prinzipien können Projekte in Phasen unterteilt werden? Beispiele?
  13. Erläutern Sie die Hauptmerkmale des Wasserfallmodells? Geben Sie dazu einen groben Überblick über die typischen Phasen und Hauptmeilensteine von IT-Projekten nach dem Wasserfallmodell.
  14. Was versteht man unter dem Stage-Gate-Modell? Unterschied zum normalen Wasserfallmodell?
  15. Was versteht man unter Simultaneous Engineering? Ziele und Hauptmerkmale?

3. Agiles Projektmanagement

  1. Nennen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Wasserfallmodell, Versionenkonzepten und agilen Modellen.
  2. Worin besteht bei Versionenkonzepten der Unterschied zwischen inkrementellen und evolutionären Vorgehensweisen?
  3. Was versteht man unter Design-to-Schedule? Hauptmerkmale? Unterschiede zur inkrementellen Implementierung?
  4. Was versteht man unter Scrum? Hauptmerkmale? Ablauf? Insbesondere: Was ist ein Backlog und was ist ein Feature-Burndown-Chart?
  5. Erläutern Sie kurz, was man im agilen Projektmanagement unter Kanban-Steuerung versteht?
  6. Was versteht man unter den Begriffen Kritische Kette und Critical Chain Project Management (CCPM) im Gegensatz zum Kritischen Weg der klassischen Projektplanung?
  7. Welche Probleme versucht das CCPM zu überwinden? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Sicherheitsreserven in Schätzungen
    2. Parkinsonsches Gesetz
    3. Studentensyndrom
    4. Negatives Multitasking
  8. Welche Basiskonzepte liegen dem CCPM-Einzelprojektmanagement zugrunde? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Eliminieren von Sicherheitsreserven
    2. Zeitschätzungen ungleich Terminzusagen
    3. Globaler Projektpuffer
    4. Absicherung durch Puffer
    5. Puffermanagement
    6. Staffellaufprinzip
  9. Erläutern Sie die Vorgehensweise des CCPM, insbesondere wie die kritische Kette und die Pufferzeiten bestimmt und die Vorgänge terminiert werden.
  10. Skizzieren Sie das Status-Verfolgungs-Diagramm im CCPM. Mit welcher Kennzahl werden dabei Einzelprojekte verfolgt?
  11. Geben Sie einen Überblick über die Hauptkriterien zur Auswahl eines passenden Vorgehensmodells?
  12. Schlagen Sie für folgende oder ähnliche Projekte vor, ob agiles Projektmanagement dafür sinnvoll ist, und begründen Sie Ihre Empfehlung kurz:
    1. Aufbau eines Internet-Portals für einen E-Commerce-Anbieter.
    2. Entwicklung der Vermittlungs- und Übertragungssoftware für UMTS.
    3. Kundenspezifische Anpassungsentwicklung, Installation und Inbetriebnahme eines Mobilfunknetzes durch einen TK-Ausrüstungslieferanten.
    4. Interne Entwicklung einer Datenbankanwendung zur Erfassung und statistischen Analyse von Kundenreklamationen in einer Vertriebsabteilung.

4. Change Management

  • Im SS 2013 nicht prüfungsrelevant

5. Aufwandsschätzung

  1. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Projektaufwand und erläutern sie deren Einfluss. Skizzieren und erläutern Sie dabei
    1. den Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektgröße,
    2. den Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektdauer.
  2. Welche Schätzgenauigkeiten lassen sich bei sorgfältiger Schätzung erreichen? Warum sind die entsprechenden Bandbreiten relativ groß, insbesondere zu Projektbeginn?
  3. Was versteht man unter Bottom-up-Schätzungen und was unter Top-Down-Schätzungen? Vor- und Nachteile dieser beiden Vorgehensweisen?
  4. Erläutern Sie die Arten von Expertenschätzungen und deren Hauptunterschiede?
  5. Was versteht man unter einer Schätzklausur? Erläutern Sie deren Vorgehensweise?
  6. Warum sollte man in Schätzklausuren Referenzkomplexe bilden? Beispiele dazu?
  7. Geben Sie einen Überblick über die Besonderheiten des agilen Schätzens, insbesondere Story Points, Planungspoker und Affinity Estimating.
  8. Welche Vorteile bieten Bereichs- oder Dreipunktschätzungen gegenüber Einpunktschätzungen?
  9. Wie geht man bei Dreipunktschätzungen vor? Insbesondere: Wie werden Erwartungswert und Standardabweichung ermittelt, ausgewertet und interpretiert? Was versteht man unter dem z-Wert?
  10. Was versteht man unter parametrischen Schätzungen? Geben Sie ein Beispiel für eine einfache parametrische Schätzbeziehung.
  11. Was versteht man unter der Funktionspunktmethode? Welche Arten von Funktionen werden dabei unterschieden?
  12. In welchem Zusammenhang stehen Story Points, Funktionspunkte und Befehlszeilen?
  13. Erläutern Sie den Aufbau, die verschiedenen Gruppen von Einflussfaktoren und die grundsätzliche Anwendung des parametrischen Schätzsystems COCOMO II?
  14. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Kalibrierung und warum ist eine Kalibrierung wichtig? Grobe Vorgehensweise?

6. Projektkostencontrolling

  1. Mit welchen grundsätzlichen Möglichkeiten lassen sich die Termine eines Projekts beschleunigen? In welchem Zusammenhang stehen diese Möglichkeiten zu Kosten und ggf. auch Erlösen eines Projekts?
  2. Was versteht man unter direkten und indirekten Projektkosten sowie unter Opportunitätskosten? Beispiele?
  3. Was versteht man unter Projektbeschleunigungsanalysen? Erläutern Sie die Vorgehensweise und wenden diese an kleinen Beispielen an.
  4. Was versteht man bei der Projektkostenverfolgung unter einer Earned Value Analyse?
  5. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung und die daraus abgeleiteten Indizes sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
  6. Welche weiteren Kenngrößen umfasst die Earned Value Analyse?
  7. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenabweichungen in Preis- und Mengenabweichungen aufgespalten werden?
  8. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenprognosen in optimistischen und pessimistischen Bandbreiten vorgenommen werden?
  9. Mit welchen Methoden kann der Fertigstellungsgrad bestimmt werden? Kurze Erläuterung mit Vor-/Nachteilen. Gehen Sie hierbei auch auf die Möglichkeiten zur Bilanzierung nach IAS ("Fair Value") im Gegensatz zum "Prinzip des vorsichtigen Kaufmanns" ein.

7. Finanzmittelmanagement

  • Im SS 2013 nicht prüfungsrelevant

8. Strategisches Projektportfolio-Management

  1. Was ist eine Projektportfolio? Unterscheidung von Projektportfolio, Programm, Projekt und Teilprojekt?
  2. Geben Sie einen Überblick über die Hauptaufgaben und den grundsätzlichen Ablauf des Projekt-Portfoliomanagements?
  3. Was versteht man unter Muss- bzw. Zwangsprojekten? Beispiele?
  4. Welche Arten von Portfoliodarstellungen werden zur strategischen Projektpriorisierung vorgeschlagen? Was sind deren jeweilige Besonderheiten bzw. Einsatzzwecke? Insbesondere: Systematik und Interpretation der mehrdimensionalen Projekt-Portfolioanalyse mit
    1. Bedeutungs-Dringlichkeits-Portfolio
    2. Bedeutungs-Risiko-Portfolio
    3. Analyse von Projektabhängigkeiten (Projekttopologie = Vernetzungsanalyse nach Abschnitt 8.3)
  5. Erläutern Sie die Bewertungstechniken, mit denen eine Positionierung auf den Achsen eines Projektportfolios vorgenommen werden kann:
    1. Paarvergleichstechnik
    2. Nutzwertanalyse
  6. Geben Sie einen Überblick über die Teilkriterien bei folgenden Portfolio-Bewertungen?
    1. Ökonomischer Nutzen
    2. Risiko
    3. Strategischer Nutzen
  7. Was versteht man unter Abhängigkeits- und Vernetzungsanalysen? Zielsetzung und Vorgehensweise?
  8. Welche Felder werden in einem Vernetzungs- bzw. Abhängigkeitsportfolio unterschieden? Wie werden die Positionierungen in diesen Feldern vorgenommen? Welche Empfehlungen werden für die Felder gegeben?

9. Operatives Multi-Projektmanagement

  1. Was versteht man unter Budgetierung und Projektbudgetierung?
  2. Von welchen Faktoren hängt die Gesamthöhe des Budgets für ein Projektportfolio hauptsächlich ab?
  3. Geben Sie einen Überblick über die zur Projektbudgetierung eingesetzten Verfahren.
  4. Welche Bedeutung haben Zwangsprojekte bei der Projektbudgetierung (siehe auch Lehreinheit zum Strategischen Projektportfolio-Management)?
  5. Welche Probleme oder Gefahren sind mit der Budgetierung häufig verbunden?
  6. Wie arbeiten Sukzessive Verfahren zur Projektauswahl? Welche prinzipiellen Varianten gibt es dabei? Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren zur Auswahl von Projektportfolios, insbesondere der linearen Optimierung?
  7. Erläutern Sie die Anwendung der Linearen Optimierung zur Lösung von Projektauswahlproblemen? Wie kann dazu Microsoft Excel eingesetzt werden? Was versteht man hierbei unter den Begriffen Zielfunktion und Nebenbedingungen?
  8. Welche beiden Faktoren müssen bei der Multiprojektplanung nach CCPM (Critical Chain Project Management) zusätzlich zur Einzelprojektplanung berücksichtigt werden?
  9. Wie sichert man sich bei der CCPM-Multiprojektplanung gegenüber der CCPM-Einzelprojektplanung zusätzlich gegen Terminrisiken ab? Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem Drum-Buffer-Rope-Prinzip?
  10. Kann das operative Multiprojektmanagement auch ohne Lenkungsausschüsse und ohne große zentrale Controllingstelle erfolgen? (Erläutern Sie dazu kurz die Voraussetzungen, die Vorgehensweise und die Erfahrungen aus der Fallstudie 1&1)