Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen2017WS

Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen2017WS

Teil I: Grundlagen

1. Einführung

  1. Was ist ein „Projekt“? Nennen Sie dessen charakteristischen Merkmale?
  2. Was versteht man unter dem Begriff Projektmanagement, was unter dem magischen Dreieck des Projektmanagements?
  3. Erläutern Sie die Begriffe „Abwicklungserfolg“ und „Anwendungserfolg“ und welche Rolle diese Begriffe für einen Projektleiter und den Projektauftraggeber spielen?
  4. Nennen Sie Organisationen und Standards/Normen, die (a) in Deutschland und (b) international für das Projektmanagement eine große Bedeutung haben?
  5. Welche Hauptleistungen bieten insbesondere die großen Projektmanagementverbände PMI, IPMA und GPM an?
  6. Geben Sie einen Überblick über die Ziele, Hauptaktivitäten und Methoden der fünf Teilprozesse des Projektmanagements nach dem PMBOK (Project Management Body of Knowledge) von PMI (Project Management Institute) bzw. der ISO 21 500.

2. Ablauf- und Terminplanung (Netzplantechnik)

  1. Was versteht man im Projektmanagement unter einem Netzplan? Erläutern Sie die Vorgehensweise und die wichtigsten Kennwerte der Netzplantechnik?
  2. Was versteht man unter den Begriffen „FAZ“, „FEZ“, „SAZ“, „SEZ“, "kritischer Weg" sowie "Gesamtpufferzeit" und "freie Pufferzeit"? Wie werden diese Größen ermittelt?
  3. Welche Hauptvorzüge weist die Netzplantechnik als Planungsmethode auf?
  4. Welche verschiedenen Arten von Abstands- und Anordnungsbeziehungen werden bei der Netzplantechnik unterschieden? Beispiele dazu?
  5. Wann ist es empfehlenswert, mit komplexeren AA- und EE-Beziehungen zu arbeiten? Wie werden diese ausgewertet? Was ist dabei bei den Pufferzeiten zu beachten?
  6. Wann sind einfache Listendarstellungen, wann Balkenpläne, wann Netzpläne als Terminplanungstechnik zu bevorzugen?
  7. Geben Sie einen Überblick über die gebräuchlichsten Methoden des Termincontrolling in Projekten und erläutern diese kurz.
  8. Welche Vorteile bieten Bereichsschätzungen gegenüber Punktschätzungen?
  9. Wie geht man bei Bereichsschätzungen vor und wertet diese aus? Insbesondere: Wie werden beim PERT-Verfahren Erwartungswert und Standardabweichung ermittelt, ausgewertet und interpretiert? Was versteht man unter dem z-Wert?
  10. Mit welchen grundsätzlichen Möglichkeiten lassen sich die Termine eines Projekts beschleunigen? In welchem Zusammenhang stehen diese Möglichkeiten zu Kosten und ggf. auch Erlösen eines Projekts?
  11. Was versteht man unter direkten und indirekten Projektkosten sowie unter Opportunitätskosten? Beispiele?
  12. Was versteht man unter den Begriffen „Kritische Kette“ und „Critical Chain Project Management (CCPM)“ im Gegensatz zum „Kritischen Weg“?
  13. Welche Probleme versucht das CCPM zu überwinden?
  14. Welche Basiskonzepte liegen dem CCPM-Einzelprojektmanagement zugrunde?
  15. Erläutern Sie die Vorgehensweise des CCPM, insbesondere wie die kritische Kette und die Pufferzeiten bestimmt und die Vorgänge terminiert werden.
  16. Was versteht man unter dem "Staffellaufprinzip"? Wie wird dieses Prinzip realisiert?
  17. Skizzieren Sie das Status-Verfolgungs-Diagramm im CCPM. Mit welcher Kennzahl werden dabei Einzelprojekte verfolgt?

Teil II: Projektorganisation

3. Projektaufbauorganisation

  1. Welche organisatorischen Festlegungen sind in Projekten zu treffen? Damit verfolgte Ziele?
  2. Welche Aufgaben haben Projektportfolio- und Projektlenkungsausschüsse? Wie sind Sie zusammengesetzt und wie ist ihre Arbeitsweise?
  3. Häufige Servicefunktionen für das Projektmanagement sind Project Offices und Project Management Offices. Was versteht man darunter? Typen und Hauptmerkmale solcher Offices?
  4. Warum erfordern Projekte in der Regel besondere organisatorische Strukturen?
  5. Welche Bedeutung hat dabei die Matrix-Organisation?
  6. Welche grundsätzlichen Formen der Integration von (temporären) Projekten in die (permanente) Stammorganisation von Unternehmen werden unterschieden? Vor- und Nachteile?
  7. Welche Kriterien werden zur Auswahl einer geeigneten Projektorganisationsform heran gezogen? In welcher Situation ist welche Organisationsform am ehesten zu empfehlen? Wenden Sie diese Kriterien auf verschiedene Projektszenarien beispielhaft an.

4. Projektablauforganisation

  1. Geben Sie einen Überblick über die Hauptgründe, warum Projekte in Phasen (Stages) und Meilensteine ("Gates", "Quality Gates") untergliedert werden.
  2. Welche Funktionen/Vorteile sind mit dem Setzen von Meilensteinen verbunden?
  3. Nach welchen Prinzipien können Projekte in Phasen unterteilt werden? Beispiele?
  4. Erläutern Sie Ablauf und Hauptmerkmale des klassischen Wasserfallmodells, des Stage-Gate-Modells und des Simultaneous Engineering und deren wichtigste Unterschiede?.
  5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Wasserfall, Versionenkonzepten und agilen Modellen?
  6. Unterschied zwischen inkrementellen und evolutionären Vorgehensweisen?
  7. Was versteht man unter Design-to-Schedule? Unterschiede zur inkrementellen Implementierung?
  8. Was versteht man unter Scrum? Hauptmerkmale? Ablauf? Was sind Backlogs und User Stories, was ist ein Sprint, ein Scrum, ein Vision Statement und ein Feature-Burndown-Chart?
  9. Erläutern Sie kurz, was man im agilen Projektmanagement unter Kanban-Steuerung versteht?
  10. Geben Sie einen Überblick über die Hauptkriterien zur Auswahl eines passenden Vorgehensmodells und wenden diese auf verschiedene Projektszenarien beispielhaft an.

5. Unternehmensübergreifende Projekte

  1. Skizieren Sie den Aufbau von Einzelauftragsorganisation, Arbeitsgemeinschaft, Konsortium und Generalunternehmerorganisation und erläutern deren Einsatzschwerpunkte.
  2. Was versteht man unter „Spiegelbild-Funktionen“? Damit verbundene Problematik?
  3. Was versteht man unter einer Netzwerkorganisation? Beispiele aus dem Projektbereich? Geben Sie einen für die Projekt-Netzwerkorganisation einen Überblick über deren Vor- und Nachteile.
  4. Was versteht man unter sog. "Virtuellen Projekträumen" Funktionen? Nutzen?
  5. Geben Sie einen Überblick über Auslöser und Hauptmerkmale der „partnerschaftlichen Projektzusammenarbeit“ („Partnering“)?, insbesondere:
    1. Zweiphasige Auftragsvergabe
    2. Garantierter Maximalpreis
    3. Gemeinsames Projektcontrolling / „Open Book“
    4. Konfliktlösemechanismus
    5. Projektgesellschaften von AG und AN

Teil III: Einzelprojektcontrolling

6. Projektkalkulation

  1. Geben Sie einen Überblick über die vier wichtigsten Einflussbereiche auf den Projektaufwand und deren Einflussrichtungen, insbesondere
    • Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektgröße,
    • Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektdauer.
  2. Welche Schätzgenauigkeiten lassen sich bei sorgfältiger Schätzung erreichen? Warum sind die entsprechenden Bandbreiten relativ groß, insbesondere zu Projektbeginn?
  3. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Arten von Preisvereinbarungen in Projektverträgen und deren Hauptmerkmale.
  4. Was versteht man unter Bottom-up- und unter Top-Down-Schätzungen? Vor-/Nachteile?
  5. Was versteht man unter parametrischen Schätzungen? Geben Sie dazu Beispiele.
  6. Was versteht man dabei unter Kalibrierung und warum ist eine Kalibrierung wichtig und wie geht man dabei vor? Führen Sie für ein kleines Beispiel eine Kalibrierung durch und erläutern Sie die Ergebnisse
  7. Was versteht man unter der Funktionspunktmethode? Welche Arten von Funktionen werden dabei unterschieden?
  8. Erläutern Sie Aufbau und Anwendung parametrischer Schätzsysteme, wie z.B. COCOMO II?
  9. Erläutern Sie die verschiedenen Arten von Expertenschätzungen und deren Hauptunterschiede?
  10. Was versteht man unter einer Schätzklausur? Erläutern Sie deren Vorgehensweise?
  11. Warum sollte man in Schätzklausuren Referenzkomplexe bilden? Beispiele zu deren Anwendung?
  12. Geben Sie einen Überblick über die Merkmale von Planungspoker und Affinity Estimating.
  13. Was versteht man unter Risikobudget und was unter Managementreserve (Reservebudget)? Mit welchen Methoden bzw. Grundprinzipien können diese Budgets festgelegt werden? Bedeutung für den Projekterfolg?
  14. Welche Kriterien spielen bei der Bewertung von Risiken eine Rolle? Methoden zu deren Ermittlung?
  15. Erläutern Sie Aufbau und Handhabung des Risikoportfolio. Geben Sie anhand des Risikoportfolios einen Überblick über die Möglichkeiten zur Risikobekämpfung.

7. Earned Value Analyse und Projekt-Rechnungslegung

  1. Was versteht man unter dem Begriff „Mitlaufenden Kalkulation“? Welche Größen sind dabei auf der Erlös- und auf der Kostenseite zu berücksichtigen? Erläuterung dazu?
  2. In welchen zeitlichen Zyklen werden Projekte i.d.R. überwacht? Wovon hängen Abweichungen von den üblichen Zyklen ab?
  3. Was versteht man bei der Projektkostenverfolgung unter einer Earned Value Analyse?
  4. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung und die daraus abgeleiteten Indizes sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
  5. Welche weiteren Kenngrößen umfasst die Earned Value Analyse?
  6. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenabweichungen in Preis- und Mengenabweichungen aufgespalten werden?
  7. Wie können über die üblichen Standards hinaus Kostenprognosen in optimistischen, mittleren und pessimistischen Bandbreiten vorgenommen werden?
  8. Mit welchen Methoden kann der Fertigstellungsgrad bei der Earned Value Analyse bestimmt werden? Kurze Erläuterungen dazu.
  9. Was versteht man unter der Completed-Contract-Methode und der Percentage-of-Completition-Methode? Vorgehensweise und Hauptmerkmale? Bedeutung? Zusammenhang mit der Earned Value Analyse?


Teil IV: Projektorientierte Unternehmensführung

8. Multiprojektmanagement

  1. Was ist eine Projektportfolio? Unterscheidung von Projektportfolio und Projektprogramm?
  2. Welche Arten von Projektbewertungsmethoden sind im Projektportfoliomanagement gebräuchlich? Jeweils kurze Charakterisierung?
  3. Was versteht man unter Muss- bzw. Zwangsprojekten? Bedeutung? Beispiele?
  4. Geben Sie einen Überblick über den grundsätzlichen Ablauf von Projektportfolioanalysen zur Projektpriorisierung?
  5. Was ist ein Bedeutungs-Risiko-Portfolio? Daraus abgeleitete Empfehlungen?
  6. Was ist ein Bedeutungs-Dringlichkeits-Portfolio? Daraus abgeleitete Empfehlungen?
  7. Was versteht man unter einer Projekt-Vernetzungsanalyse? Zielsetzung und Vorgehensweise?
  8. Welche Felder werden in dem daraus abgeleiteten Abhängigkeitsportfolio unterschieden? Wie werden die Positionierungen in diesen Feldern vorgenommen? Welche Empfehlungen werden für die Felder gegeben?
  9. Wie funktionieren Sukzessive Verfahren zur Projektauswahl? Welche Rolle spielt dabei die Kenntnis von Engpass-Ressourcen? Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren zur Auswahl von Projektportfolios, insbesondere der linearen Optimierung?
  10. Erläutern Sie die Anwendung der Linearen Optimierung zur mathematischen Lösung von Projektauswahlproblemen? Wie kann dazu Microsoft Excel eingesetzt werden? Was versteht man hierbei unter den Begriffen Zielfunktion und Nebenbedingungen?
  11. Welche Faktoren müssen bei der Multiprojektplanung nach CCPM (Critical Chain Project Management) zusätzlich zur CCPM-Einzelprojektplanung berücksichtigt werden? Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem Drum-Buffer-Rope-Prinzip?
  12. Wie kann das operative Multiprojektmanagement auch ohne Lenkungsausschüsse und ohne große zentrale Controllingstelle erfolgen? (grobe Voraussetzungen und Vorgehensweise)