Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen PO 2011

Advanced Project Management (APM)

Wiederholungsfragen PO 2011

Allgemeine Hinweise

Die vorliegende Liste enthält Wiederholungsfragen, die auf die Lernziele der Lehreinheiten der PO 2011 abgestimmt sind. Damit soll die Vorbereitung auf die Klausur unterstützt werden. Die Fragenliste garantiert zwar keine Vollständigkeit, versucht jedoch den prüfungsrelevanten Stoff weitgehend abzubilden. In der Klausur werden die Fragen in abgewandelter und präzisierter Form als Multiple-Choice-Fragen oder als Kurz-Antwort-Fragen gestellt.

Die Foliennummern beziehen sich auf den letzten Vorlesungsumdruck für die PO 2011 aus dem SS 2018.

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Teil I: Grundlagen

1. Einführung

Primär prüfungsrelevante Folien: 20, 24 - 26 sowie 33 - 34 (Fallstudie).

  1. Was ist ein Projekt? Nennen Sie dessen charakteristischen Merkmale?
  2. Was versteht man unter dem Begriff Projektmanagement, was unter dem magischen Dreieck des Projektmanagements?
  3. Erläutern Sie die Begriffe Abwicklungserfolg und Anwendungserfolg und welche Rolle diese Begriffe für einen Projektleiter und den Projektauftraggeber spielen? Geben Sie Beispiele wie man den Abwicklungs- und den Anwendungserfolg in Kennzahlen konkretisieren könnte.
  4. Nennen Sie Organisationen und Standards/Normen, die (a) in Deutschland und (b) international für das Projektmanagement eine große Bedeutung haben?
  5. Geben Sie einen Überblick über die Ziele und Hauptaktivitäten der fünf Teilprozesse des Projektmanagements nach dem PMBOK (Project Management Body of Knowledge) von PMI (Project Management Institute) .

2. Projektstruktur- und Terminplanung (Netzplantechnik)

Primär prüfungsrelevante Folien: 5-8, 12-14, 16, 19 - 22, 25.

  1. Was versteht man unter einem Projektstrukturplan (PSP) und wozu werden Projektstrukturpläne eingesetzt?
  2. Welche beiden grundsätzlichen Vorgehensweisen werden bei der Projektstrukturplanung unterschieden? Hauptschritte? Einsatzschwerpunkte?
  3. Wie viele und welche Ebenen werden bei PSP's größerer Programme unterschieden?
  4. Was ist ein Arbeitspaket? Unterschied zu Arbeitsvorgängen/Mini-Arbeitspaketen?
  5. Welche Funktionen erfüllen Arbeitspaketbeschreibungen und welche Inhalte enthalten sie?
  6. Erläutern Sie das Prinzip der rollierenden Grob- und Feinplanung von Projekten.
  7. Was versteht man im Projektmanagement unter einem Netzplan? Erläutern Sie die Vorgehensweise und die wichtigsten Kennwerte der Netzplantechnik?
  8. Was versteht man unter den Begriffen „FAZ“, „FEZ“, „SAZ“, „SEZ“, "kritischer Weg" sowie "Gesamtpufferzeit" und "freie Pufferzeit"? Wie werden diese Größen ermittelt?
  9. Welche Hauptvorzüge weist die Netzplantechnik als Planungsmethode auf?
  10. Welche verschiedenen Arten von Abstands- und Anordnungsbeziehungen werden bei der Netzplantechnik unterschieden? Beispiele dazu?
  11. Wann sind einfache Listendarstellungen, wann Balkenpläne, wann Netzpläne als Terminplanungstechnik zu bevorzugen?
  12. Geben Sie einen Überblick über Gantt-Diagramme und Meilenstein-Trend-Diagramme als den gebräuchlichsten Hilfsmitteln des Termincontrolling in Projekten und erläutern diese kurz.
  13. Mit welchen grundsätzlichen Möglichkeiten lassen sich die Termine eines Projekts beschleunigen? In welchem Zusammenhang stehen diese Möglichkeiten zum Kritischen Weg sowie zu Kosten und Erlösen eines Projekts?

Teil II: Projektorientierte Unternehmensführung

3. Projektorganisation

Primär prüfungsrelevante Folien: 4, 9, 11-14, 16-25, 27-34.

  1. Welche organisatorischen Festlegungen sind in Projekten zu treffen? Damit verfolgte Ziele?
  2. Welche Aufgaben haben Projektportfolio- und Projektlenkungsausschüsse? Wie sind Sie zusammengesetzt und wie ist ihre Arbeitsweise?
  3. Häufige Servicefunktionen für das Projektmanagement sind Project Offices und Project Management Offices. Was versteht man darunter? Typen und Hauptmerkmale solcher Offices?
  4. Warum erfordern Projekte in der Regel besondere organisatorische Strukturen?
  5. Welche Bedeutung hat dabei die Matrix-Organisation?
  6. Welche grundsätzlichen Formen der Integration von (temporären) Projekten in die (permanente) Stammorganisation von Unternehmen werden unterschieden? Vor- und Nachteile?
  7. Welche Kriterien werden zur Auswahl einer geeigneten Projektorganisationsform heran gezogen? In welcher Situation ist welche Organisationsform am ehesten zu empfehlen? Wenden Sie diese Kriterien auf verschiedene Projektszenarien beispielhaft an.
  8. Geben Sie einen Überblick über die Hauptgründe, warum Projekte in Phasen (Stages) und Meilensteine ("Gates", "Quality Gates") untergliedert werden.
    • Welche Funktionen/Vorteile sind mit dem Setzen von Meilensteinen verbunden?
    • Nach welchen Prinzipien können Projekte in Phasen unterteilt werden? Beispiele?
  9. Erläutern Sie Ablauf und Hauptmerkmale des Stage-Gate-Modells.

4. Projektportfoliomanagement

Primär prüfungsrelevante Folien: 5, 9-12, 15-26, 31-39.

  1. Was ist eine Projektportfolio? Unterscheidung von Projektportfolio und Projektprogramm?
  2. Welche Arten von Projektbewertungsmethoden sind im Projektportfoliomanagement gebräuchlich? Jeweils kurze Charakterisierung?
  3. Was versteht man unter Muss- bzw. Zwangsprojekten? Bedeutung? Beispiele?
  4. Geben Sie einen Überblick über den grundsätzlichen Ablauf von Projektportfolioanalysen zur Projektpriorisierung?
  5. Was ist ein Bedeutungs-Risiko-Portfolio? Daraus abgeleitete Empfehlungen?
  6. Was ist ein Bedeutungs-Dringlichkeits-Portfolio? Daraus abgeleitete Empfehlungen?
  7. Was versteht man unter einer Projekt-Vernetzungsanalyse? Zielsetzung und Vorgehensweise?
  8. Welche Felder werden in dem daraus abgeleiteten Abhängigkeitsportfolio unterschieden? Wie werden die Positionierungen in diesen Feldern vorgenommen? Welche Empfehlungen werden für die Felder gegeben?
  9. Wie funktionieren Sukzessive Verfahren zur Projektauswahl? Welche Rolle spielt dabei die Kenntnis von Engpass-Ressourcen? Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren zur Auswahl von Projektportfolios, insbesondere der linearen Optimierung?
  10. Erläutern Sie die Anwendung der Linearen Optimierung zur mathematischen Lösung von Projektauswahlproblemen? Wie kann dazu Microsoft Excel eingesetzt werden? Was versteht man hierbei unter den Begriffen Zielfunktion und Nebenbedingungen?

5. Ressourcenmanagement und Critical Chain PM

Primär prüfungsrelevante Folien: 5-9, 11, 14, 16, 18-24, 26-28.

  1. Welche Eingabedaten sind bei der Ressourcenplanung im Unterschied zu einer reinen Durchlaufterminierung zu schätzen und der Ablaufplanung zugrunde zu legen?
  2. Erläutern Sie das organisatorische Zusammenspiel zwischen Projekt und Linie bei der Ressourcenplanung in der (i) Einfluss-Projektorganisation und (ii) in der Matrix-Projektorganisation. Wie sind die Projektleitung in der Linie und die reine Projektorganisation im Vergleich einzuordnen?
  3. Was versteht man unter Kapazitätsabgleich? Grundsätzliche Vorgehensweise?
  4. Geben Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Optimierungsmöglichkeiten zum Kapazitätsabgleich und warum hier keine exakte Optimierung möglich ist.
  5. Was versteht man unter den Begriffen „Kritische Kette“ und „Critical Chain Project Management (CCPM)“ im Gegensatz zum „Kritischen Weg“?
  6. Welche Probleme versucht das CCPM zu überwinden?
  7. Welche Basiskonzepte liegen dem CCPM-Einzelprojektmanagement zugrunde?
  8. Erläutern Sie die Vorgehensweise des CCPM, insbesondere wie die kritische Kette und die Pufferzeiten bestimmt und die Vorgänge terminiert werden.
  9. Was versteht man unter dem "Staffellaufprinzip"? Wie wird dieses Prinzip realisiert?
  10. Was versteht man unter dem "Puffermanagement"? Welche Arten von Puffer werden im CCPM unterschieden? In welche Bereiche werden diese Puffer beim Puffermanagement eingeteilt?
  11. Skizzieren Sie das Status-Verfolgungs-Diagramm im CCPM. Mit welcher Kennzahl werden dabei Einzelprojekte verfolgt?
  12. Welche Faktoren müssen bei der Multiprojektplanung nach CCPM (Critical Chain Project Management) zusätzlich zur CCPM-Einzelprojektplanung berücksichtigt werden? Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem Drum-Buffer-Rope-Prinzip?

Teil III: Projektcontrolling

6. Aufwandsschätzung

  • Für die Klausur nach PO 2011 nicht prüfungsrelevant

7. Risikomanagement

Primär prüfungsrelevante Folien: 8, 13, 15-17.

  1. An welchen Stellen sind Risikoanalysen für eine fundierte Projektplanung notwendig?
  2. Was versteht man unter Risikobudget und was unter Managementreserve (Reservebudget)? Mit welchen Methoden bzw. Grundprinzipien können diese Budgets festgelegt werden? Bedeutung für den Projekterfolg?

8. Earned Value Analyse

Alle Folien prüfungsrelevant.

  1. In welchen zeitlichen Zyklen werden Projekte i.d.R. überwacht? Wovon hängen Abweichungen von den üblichen Zyklen ab?
  2. Was versteht man bei der Projektkostenverfolgung unter einer Earned Value Analyse?
  3. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung und die daraus abgeleiteten Indizes sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
  4. Welche weiteren Kenngrößen umfasst die Earned Value Analyse?
  5. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenabweichungen in Preis- und Mengenabweichungen aufgespalten werden?
  6. Wie können über die üblichen Standards hinaus Kostenprognosen in optimistischen, mittleren und pessimistischen Bandbreiten vorgenommen werden?
  7. Mit welchen Methoden kann der Fertigstellungsgrad bei der Earned Value Analyse und bei der Rechnungslegung nach IFRS bestimmt werden? Kurze Erläuterungen dazu.
  8. Was versteht man unter dem Begriff „Mitlaufenden Kalkulation“? Welche Größen sind dabei auf der Erlös- und auf der Kostenseite zu berücksichtigen? Erläuterung dazu?

Teil IV: Bessere Zusammenarbeit in Projekten

9. Agiles Projektmanagement

Primär prüfungsrelevante Folien: 4, 8-9, 13, 15-25, 28-32, 34, 36-37, 40, 42-45, 47-50.

  1. Geben Sie einen Überblick, über die Punkte, in denen sich agiles Projektmanagement vom klassischem Projektmanagement und von klassichen, plangetriebenen Vorgehensmodellen (Wasserfall, Versionenkonzept) unterscheidet.
  2. Erläutern Sie den Grundablauf, der allen agilen Projektmanagementkonzepten gleich oder ähnlich ist.
  3. Was versteht man unter Scrum? Hauptmerkmale? Ablauf? Hauptmanagementinstrumente? Was ist ein Sprint, was ein Scrum?
    1. Welche zwei Hauptarten von Backlogs werden im Scrum unterschieden? Merkmale? Inhalte?
    2. Welche zwei Hauptarten von Bundown-Charts werden in Scrum unterschieden? Skizze? Inhalte? Merkmale?
    3. Welche Rollen werden in Scrum-Teams unterschieden? Was macht in Scrum der Projektleiter?
  4. Was versteht man im agilen Projektmanagement unter Kanban-Steuerung? Hauptmerkmale?
  5. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Weichenstellungen, wenn man Großprojekte mit mehreren hundert Mitarbeitern erfolgreich mit Scrum durchführen will.
    1. Was versteht man dabei unter Scrum of Scrums?
  6. Für welche Arten von Projekten ist agiles Projektmanagement besonders gut geeignet? Welchen Nutzen bietet es hierbei und wo liegen seine Grenzen?
  7. Was versteht man unter hybridem Projektmanagement? Welche drei Hauptansätze werden dabei unterschieden?

10. Unternehmensübergreifende Projekte

Primär prüfungsrelevante Folien: 4-8, 10-13, 17-19, 22-30.

  1. Geben Sie einen Überblick über die verschiedenen Formen der unternehmensübergreifenden Projektorganisation.
  2. Skizieren Sie den Aufbau von Einzelauftragsorganisation, Arbeitsgemeinschaft, Konsortium und Generalunternehmerorganisation und erläutern Sie kurz deren Einsatzschwerpunkte.
  3. Was versteht man unter „Spiegelbild-Funktionen“? Damit verbundene Problematik?
  4. Was versteht man unter Betreibermodellen? Nennen Sie die bekanntesten Typen.
  5. Welche Ziele werden mit Projektgesellschaften zur Finanzierung großer Infrastrukturprojekte verfolgt?
  6. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Gründe, warum Mega-Projekte häufig scheitern, und Möglichkeiten zu deren Vermeidung.
  7. Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Arten von Preisvereinbarungen in Projektverträgen und deren Hauptmerkmale.
  8. Geben Sie einen Überblick über Auslöser und Hauptmerkmale der „partnerschaftlichen Projektzusammenarbeit“ („Partnering“). Erläutern Sie dabei die folgenden Punkte etwas näher:
    1. Zweiphasige Auftragsvergabe
    2. Garantierter Maximalpreis
    3. Gemeinsames Projektcontrolling / „Open Book“
    4. Konfliktlösemechanismen