2. IT-Vorgehensmodelle

  1. Geben Sie einen Überblick über die Hauptgründe, warum Projekte in Phasen (Stages) und Meilensteine ("Gates", "Quality Gates") untergliedert werden.
  2. Was versteht man unter einem "Vorgehensmodell"? Welche Nutzeffekte werden mit Vorgehensmodellen angestrebt?
  3. Geben Sie einen Überblick über die bekanntesten Vorgehensmodelle für IT-Projekte und deren Einsatzschwerpunkte.
  4. Nach welchen Prinzipien können Projekte in Phasen unterteilt werden? Beispiele?
  5. Erläutern Sie die Hauptmerkmale des Wasserfallmodells?
  6. Geben Sie einen Überblick über die typischen Phasen und Hauptmeilensteine von IT-Projekten und E-Business-Projekten nach dem Wasserfallmodell.
  7. Nennen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Wasserfallmodell, Versionenkonzepten (stufenweises Vorgehen) und implementierungsorientierten (agilen) Modellen.
  8. Welche Hauptvarianten des Versionenkonzepts kann man unterscheiden?
  9. Worin besteht bei Versionenkonzepten der Unterschied zwischen inkrementellen und evolutionären Vorgehensweisen? Worin der Unterschied zwischen inkrementeller, Implementierung, inkrementellem Entwurf und inkrementeller Entwicklung?
  10. Erläutern Sie die Bedeutung der Prototypenverwendung in IT-Projekten sowie deren wichtigste Vor- und Nachteile.
  11. Was versteht man unter „Design-to-Schedule“? Hauptmerkmale? Unterschiede zur inkrementellen Implementierung?
  12. Was versteht man unter „Scrum“? Hauptmerkmale? Ablauf?
  13. Auf welche Arten von Projekten ist das Spiralmodell ausgerichtet? Hauptmerkmale? Wesentliche Schritte von Spiral-Iterationen?
  14. Geben Sie einen Überblick über die Hauptkriterien nach denen ein passendes Vorgehensmodell ausgewählt werden kann?
  15. Schlagen Sie für folgende (beispielhafte) Projekte ein geeignetes Vorgehensmodell vor und begründen Sie Ihre Auswahl:
    1. Aufbau eines Internet-Portals für einen E-Commerce-Anbieter.
    2. Entwicklung der Vermittlungs- und Übertragungssoftware für UMTS.
    3. Kundenspezifische Anpassungsentwicklung, Installation und Inbetriebnahme eines Mobilfunknetzes durch einen TK-Ausrüstungslieferanten.
    4. Interne Entwicklung einer Datenbankanwendung zur Erfassung und statistischen Analyse von Kundenreklamationen in einer Vertriebsabteilung.

3. Projektorganisation

  1. Welche organisatorischen Festlegungen sind zu Projektbeginn zu treffen?
  2. Warum erfordern Projekte in der Regel besondere organisatorische Strukturen?
  3. Welche unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten nehmen Auftraggeber, Projektleiter und Projektbearbeiter im Rahmen des Projektmanagements wahr?
  4. Neben dem Projektteam werden in größeren Projekten häufig auch verschiedene Spezialteams gebildet. Nennen Sie dafür einige sinnvolle Beispiele?
  5. Welche hauptsächlichen Projektservicefunktionen werden bei der Projektorganisation unterschieden? Wann sollten diese eher zentral, wann eher innerhalb des Projektteams angesiedelt werden?
  6. Geben Sie einen Überblick über die Grundüberlegungen und die Instrumente zur Organisation der Informations- und Kommunikationsbeziehungen im Projekt.
  7. Welche grundsätzlichen Formen der Integration des Projektmanagements in die Unternehmensorganisation lassen sich unterscheiden ? Welche Hauptmerkmale weisen diese Organisationsformen jeweils auf?
  8. Nach welchen beiden grundsätzlichen Kriterien können in größeren Projekten Einzelteams gebildet werden?
  9. Skizzieren Sie beispielhaft eine geeignete organisatorische Struktur zur Durchführung von Großprojekten, an denen mehrere Unternehmen beteiligt sind? Insbesondere: Was versteht man dabei unter „Spiegelbild“-Funktionen?

5. Projektplanung

  1. Geben Sie einen Überblick über die Inhalte und den methodischen Ablauf der Projektplanung.
  2. Erläutern Sie das Prinzip der rollierenden Grob- und Feinplanung von Projekten und die Unterschiede zwischen den zugehörigen Plänen/Planungsdokumenten.
  3. Was versteht man unter einem Meilensteinplan? Inhalte und Aufbau? Beispiele für typische Meilensteine in Projekten?
  4. Was versteht man unter Projektstrukturplänen? Welche Funktionen/Nutzen bieten diese Pläne?
  5. Skizzieren Sie den typischen Aufbau eines funktions- und eines objektorientierten PSP.
  6. Wie geht man bei der Projektstrukturplanung nach der Top-Down-Strukturierung vor?
  7. Wozu dienen Funktionendiagramme und wie sind sie aufgebaut?
  8. Was ist ein Arbeitspaket? Welche Funktionen erfüllen Arbeitspaketbeschreibungen und welche Inhalte enthalten sie?
  9. Was versteht man im Rahmen des Projektmanagements unter einem Netzplan?
  10. Was bedeuten dabei die Abkürzungen „FAZ“, „FEZ“, „SAZ“, „SEZ“ und "kritischer Weg"? Insbesondere: Was wird unter "Gesamtpufferzeit" und "freier Pufferzeit" verstanden? Wie werden diese Größen ermittelt?
  11. Welche Hauptvorzüge weist die Netzplantechnik als Planungsmethode auf?
  12. Erläutern Sie die Vorgehensweise bei der netzplangestützten Projektplanung mit Hilfe von Softwareprogrammen, wie etwa Microsoft Project.
  13. Geben Sie einen Überblick über die möglichen Abstands- und Anordnungsbeziehungen zwischen zwei verschiedenen Netzplanvorgängen.
  14. Was bedeutet die Anordnungsbeziehung „3AA + 50%“ zwischen den Vorgängen Nr. 3 und Nr. 4 in einem Netzplan?
  15. Wie sind negative Pufferzeiten zu interpretieren?
  16. Vergleichen Sie die Vor- und Nachteile von Netzplandarstellungen gegenüber Balkenplandarstellungen und einfachen Terminlisten.
  17. Erläutern Sie wie bei der Verwendung netzplangesteuerter Projektplanungstools eine Kostenplanung für das Projekt zustande kommt.
  18. Was versteht man unter einem Kapazitätsausgleich? Durch welche Maßnahmen lässt er sich realisieren? Wodurch unterscheiden sich terminorientierter und kapazitätsorientierter Kapazitätsausgleich?
  19. Mit welchen grundsätzlichen Maßnahmen lässt sich ein Projekt beschleunigen? Beispiele dazu? Welche Rolle spielt dabei der kritische Weg?
  20. Was versteht man bei der Anlage eines Projektplans unter Microsoft Project unter einer "gekapselten" Gliederung? Wie wird Sie realisiert? Vorzüge?
  21. Was versteht man unter einem "Balken-Rollup" bei der Darstellung von Balkenplänen?
  22. Was versteht man unter "Hammock-Tasks"?
  23. Inwieweit werden Dreipunktschätzungen von Microsoft Project unterstützt? Wo liegt der Hauptschwachpunkt, wenn man in MS Project eine solche Analyse durchführen will? Wie kann man diesen Schwachpunkt überwinden?
  24. Welche Eingangsdaten werden zur Erstellung einer Termin-, Ressourcen- und Kostenplanung mit MS Project benötigt?
  25. Welche verschiedenen Arten des Kapazitätsabgleichs unterscheidet Microsoft Project? Sind diese im praktischen Fall immer sinnvoll?

6. Projektcontrolling

  1. Geben Sie einen Überblick über die Ablaufschritte des Projektcontrolling.
  2. Welche Daten ("Messgrößen") werden im Rahmen der Projektüberwachung typischerweise verfolgt? Wie werden Sie typischerweise erfasst?
  3. Wie häufig sollte die Projektüberwachung durchgeführt werden? Wovon hängt die Häufigkeit der Überwachung hauptsächlich ab?
  4. Wie werden Soll-Ist-Vergleiche im Netzplan und im Balkendiagramm normalerweise dargestellt?
  5. Was ist eine Termin-Fortschrittslinie? Wie ist sie zu interpretieren? Vor- und Nachteile gegenüber der normalen Balkenplandarstellung zur Projektüberwachung?
  6. Wie ist ein Meilenstein-Trend-Diagramm aufgebaut? Für welche Adressatengruppen ist es hauptsächlich bestimmt?
  7. Was wird in einem Kosten-Trend-Diagramm dargestellt?
  8. Was versteht man unter Ampelberichten? Für welche Adressatengruppen sind sie bestimmt? Wie sind die Ampelsymbole dabei definiert? Wie sind Ampel-Berichtshierarchien aufgebaut?
  9. Was versteht man unter dem Earned Value und der Earned-Value-Analyse?
  10. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung sowie die erwarteten Gesamtkosten für einzelne Arbeitspakete ermittelt? Vorteile und Probleme?
  11. Was versteht man unter dem Kosten-Leistungsindex KLI und dem Plan-Leistungsindex PLI?
  12. Wie werden die Kenngrößen der Earned Value Analyse von einzelnen Arbeitspaketen auf das Gesamtprojekt hochgerechnet?
  13. Insbesondere: Wie werden bei der Earned Value Analyse im Gegensatz zur klassischen Projektverfolgung die zu erwartenden Gesamtprojektkosten geschätzt? Welche Probleme können sich daraus ergeben?
  14. Mit welchen Methoden kann der Arbeitsfortschritt (Fertigstellungsgrad) erfasst werden? Kurze Erläuterung der jeweiligen Vor- und Nachteile?
  15. Geben Sie einige Beispiele für typische Prozess-Metriken in IT-Projekten.
  16. Erläutern Sie das Grundprinzip und die Vorgehensweise der damit verbundenen "Quantitativen Projektsteuerung".
  17. Welche Hauptursachen können Plan-/Soll-Ist-Abweichungen in Projekten zugrunde liegen?
  18. Welche psychologischen Effekte sind im Rahmen der Projektüberwachung häufig zu beobachten und welche Probleme ergeben sich daraus? Insbesondere:
    1. Was versteht man unter dem „90-Prozent-Syndrom“?
    2. Was versteht man unter einer Kostenverbuchung nach dem „Tragfähigkeitsprinzip“?
    3. Was versteht man unter dem „Deadline-Effekt“?
  19. Welche Korrekturmaßnahmen sind bei Soll-Ist-Abweichungen zu überlegen?
  20. Nennen Sie beispielhaft einige "schwache Signale", mit denen man Soll-Ist-Abweichungen vorhersehen kann, noch bevor Sie in Projektstatusberichten offenkundig werden.

8. Risikomanagement

  1. Geben Sie einen beispielhaften Überblick über typische Risiken in Projekten.
  2. Worin besteht der Unterschied zwischen einem Problem und einem Risiko und welche Aufgabenstellung leitet sich daraus für das Risikomanagement ab?
  3. Erläutern Sie die Schritte des Risikomanagements und nennen Sie dazu sinnvolle Einzelmethoden.
  4. Wie können projektspezifische Risiken identifiziert werden?
  5. Welche Kriterien spielen bei der Bewertung von Risiken eine Rolle? Zeigen Sie beispielhaft auf, wie ein einfaches Risikobewertungsverfahren aussehen könnte.
  6. Was versteht man unter einem Risiko-Portfolio? Erläutern Sie Aufbau, Anwendung und Interpretation!
  7. Erläutern Sie Aufbau und Handhabung der Top-10-Risikoliste.
  8. Geben Sie einen Überblick über die möglichen Strategien zur Risikobekämpfung.
  9. Wann sollte für ein Risiko ein spezieller Risikomaßnahmenplan erstellt werden?

3. Projektstart/-definition

  1. Warum ist die Projektstartphase von besonderer Bedeutung für das Projektmanagement?
  2. Geben Sie einen Überblick über den Ablauf der Projektstartphase und die in dieser Phase empfehlenswerten Instrumente und Methoden des Projektmanagements.
  3. Welche grundsätzlichen Formen der Projektstartkommunikation werden unterschieden und was sind deren jeweilige Hauptziele und -merkmale?
  4. Warum ist eine klare Festlegung (Definition) der Projektziele besonders wichtig?
  5. Welche grundsätzlichen Arten von Zielen lassen sich in Projekten unterscheiden? Hauptmerkmale? Beispiele?
  6. Was versteht man unter und wodurch unterscheiden sich Projektvision, Lastenheft und Pflichtenheft? Nennen Sie die wichtigsten Zielpersonen und Inhalte dieser Dokumente.
  7. Erläutern Sie die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Erarbeitung einer Projektdefinition und die dabei eingesetzten Methoden/Darstellungsweisen.
  8. Mit welchen Methoden lassen sich die Fundiertheit und Stabilität der Projektanforderungen erhöhen?
  9. Warum sind Prioritätensetzung bei der Projektdefinition wichtig? Wie können sie vorgenommen werden?
  10. Was versteht man unter einem "Stakeholder" und welche Bedeutung haben Stakeholder für das Projektmanagement?

6. Teammanagement

  1. Als Projektleiter sollen Sie in einer Matrixorganisation ein Team zusammenstellen. Welche Probleme sind hierbei zu erwarten und wie geht man dabei sinnvoll vor?
  2. In welchen Phasen vollzieht sich die Formierung und Auflösung von Projektteams? Erläuterung zu diesen Phasen und deren Bedeutung?
  3. Warum sollte ein Team Regeln zur Teamzusammenarbeit vereinbaren? Nennen Sie exemplarisch einige wichtige Punkte, zu denen solche Regeln vereinbart werden sollten?
  4. Welchen Nutzen bringen Standardmodelle zur Definition von Teamrollen in IT-Projekten? Nennen Sie beispielhaft einige bekannte IT-Standardmodelle.
  5. Geben Sie einen Überblick über den Anwendungsbereich und die wichtigsten verallemeinerungsfähigen Prinzipien des Rollenmodells im Microsoft Solution Framework MSF.

4. Risikoanalysen

  1. Mit welchen Möglichkeiten können Projektrisiken bei der Zusammenstellung von Projektprogrammen berücksichtigt werden?
  2. Wie funktionieren Entscheidungsbaumtechnik und Monte-Carlo-Simulation?

5. Balanced Scorecard

  1. Was versteht man unter einer „Balanced Scorecard“?
  2. Erläutern Sie den Aufbau einer Balanced Scorecard und geben Sie konkrete Beispiele für dessen Inhalte?
  3. Wie läuft der Einsatz eines Balanced Scorecards im Unternehmen typischerweise ab?
  4. Was ist eine „Strategy Map“?
  5. Wie kann die Projektperspektive in die Balanced Scorecard eingebunden werden?
  6. Erläutern Sie wie mit Hilfe des Balanced Scorecards die Zielerreichung von Projekten verfolgt werden kann.

3. Projektorganisation

  1. Was versteht man unter „ablösendem“ Projektmanagement? Hauptmerkmale?
  2. Was versteht man unter "Over the Wall Engineering"? Ursachen? Folgen?
  3. Wodurch unterscheidet sich eine „schwache“ von einer „starken“ Projekt-Matrix-Organisation?
  4. Welche Kriterien sind für die Auswahl einer geeigneten Projektrahmenorganisationsform zu beachten? In welcher Situation ist welche Organisationsform zu empfehlen?
  5. Schlagen Sie für folgende (beispielhafte) Projekte eine geeignete Projektrahmenorganisation vor und begründen Sie Ihre Auswahl:
    1. Aufbau eines Internet-Portals für einen E-Commerce-Anbieter.
    2. Entwicklung der Vermittlungs- und Übertragungssoftware für UMTS.
    3. Kundenspezifische Anpassungsentwicklung, Installation und Inbetriebnahme eines Mobilfunknetzes durch einen TK-Ausrüstungslieferanten.
    4. Interne Entwicklung einer Datenbankanwendung zur Erfassung und statistischen Analyse von Kundenreklamationen in einer Vertriebsabteilung.
  6. In welchen Fällen sollten eher kleinere, in welchen eher größere Teams gebildet werden?
Zuletzt geändert am 03. Dezember 2011

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