1. Einführung
- Was ist ein "Projekt"? Nennen Sie die charakteristischen Merkmale eines Projekts?
- Durch welche Besonderheiten unterscheiden sich IT-Projekte von Projekten in anderen Bereichen (z. B. Bau, Anlagen, Auto)?
- Aus welchen Hauptgründen gibt es bei IT-Projekte häufig Fehlschläge?
- Was versteht man unter dem Begriff Projektmanagement? Welche Rolle und welche Bedeutung hat Projektmanagement für den Erfolg von Projekten?
- Was versteht man unter dem magischen Dreieck des Projektmanagements? Warum spricht man in diesem Zusammenhang von "magisch"? Beispiele dazu?
- Nennen Sie Organisationen und Standards/Normen, die (a) in Deutschland und (b) international für das Projektmanagement eine große Bedeutung haben?
- Geben Sie einen Überblick über die Ziele und Hauptaktivitäten der fünf Teilprozesse des Projektmanagements nach dem PMBOK (Project Management Body of Knowledge) von PMI (Project Management Institute)!
- Was versteht man unter der Zehnerregel der Fehlerkosten und welche Konsequenzen können daraus für die Bedeutung des Projektmanagements in den verschiedeen Phasen des Systemlebenszyklus abgeleitet werden?
2. Projektstart und Teambildung
- Warum ist die Projektstartphase von besonderer Bedeutung für das Projektmanagement?
- Geben Sie einen Überblick über den Ablauf der Projektstartphase und die in dieser Phase empfehlenswerten Instrumente und Methoden des Projektmanagements.
- Welche grundsätzlichen Formen der Projektstartkommunikation werden unterschieden und was sind deren jeweilige Hauptziele und -merkmale?
- Als Projektleiter sollen Sie in einer Matrixorganisation ein Team zusammenstellen. Welche Probleme sind hierbei zu erwarten und wie geht man dabei sinnvoll vor?
- In welchen Phasen vollzieht sich die Formierung und Auflösung von Projektteams? Erläuterung zu diesen Phasen und deren Bedeutung?
- Warum sollte ein Team Regeln zur Teamzusammenarbeit vereinbaren? Nennen Sie exemplarisch einige wichtige Punkte, zu denen solche Regeln vereinbart werden sollten?
- Welchen Nutzen bringen Standardmodelle zur Definition von Teamrollen in IT-Projekten? Nennen Sie beispielhaft einige bekannte IT-Standardmodelle.
- Geben Sie einen Überblick über den Anwendungsbereich und die wichtigsten verallemeinerungsfähigen Prinzipien des Rollenmodells im Microsoft Solution Framework MSF.
3. Stakeholderanalyse
- Was versteht man unter einem "Stakeholder" und welche Bedeutung haben Stakeholder für das Projektmanagement?
- Nennen Sie wichtige Interessentengruppen („Stakeholder“) in IT-Projekten und deren Ziele.
- Welche Möglichkeiten gibt es, um Kunden und andere Interessentengruppen in den Zielbildungsprozess einzubeziehen?
- Warum ist eine „Win-Win“-Situation wichtig für den Projekterfolg? Wie kann man sie herbeiführen?
- Was versteht man unter einer Stakeholder-Analyse? Welche Ziele werden damit verfolgt und wie geht man dabei vor?
- Skizzieren Sie anhand einiger Beispiele, wie die Ergebnisse einer Stakeholderanalyse dargestellt werden können?
- Geben Sie einen Überblick über die möglichen Strategien im Umgang mit Stakeholdern?
- Was versteht man unter dem Begriff Projektmarketing? Ziele und Hauptinstrumente?
4. Projektdefinition
- Warum ist eine klare Festlegung (Definition) der Projektziele besonders wichtig?
- Welche grundsätzlichen Arten von Zielen lassen sich in Projekten unterscheiden? Hauptmerkmale? Beispiele?
- Was versteht man unter und wodurch unterscheiden sich Projektvision, Lastenheft und Pflichtenheft? Nennen Sie die wichtigsten Zielpersonen und Inhalte dieser Dokumente.
- Erläutern Sie die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Erarbeitung einer Projektdefinition und die dabei eingesetzten Methoden/Darstellungsweisen.
- Mit welchen Methoden lassen sich die Fundiertheit und Stabilität der Projektanforderungen erhöhen?
- Warum sind Prioritätensetzung bei der Projektdefinition wichtig? Wie können sie vorgenommen werden?
5. Vorgehensmodelle
- Geben Sie einen Überblick über die Hauptgründe, warum Projekte in Phasen (Stages) und Meilensteine ("Gates", "Quality Gates") untergliedert werden. Welche typischen Phasen weisen dabei IT-Projekte auf?
- Nach welchen Prinzipien können Projekte in Phasen unterteilt werden? Beispiele?
- Geben Sie einen Überblick über die bekanntesten Vorgehensmodelle für IT-Projekte. Welche Nutzeffekte werden mit Vorgehensmodellen angestrebt?
- Erläutern Sie die Hauptmerkmale des Wasserfallmodells?
- Nennen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Wasserfallmodell und Versionenkonzepten (stufenweises Vorgehen). Welche Hauptvarianten des stufenweisen Vorgehens kann man unterscheiden?
- Worin besteht beim Versionenkonzept der Unterschied zwischen inkrementellen und evolutionären Vorgehensweisen?
- Erläutern Sie die Bedeutung der Prototypenverwendung in IT-Projekten sowie deren wichtigste Vor- und Nachteile.
- Was versteht man unter „Design-to-Schedule“? Hauptmerkmale?
- Was versteht man unter „Evolutionärem Prototyping“? Hauptmerkmale? Ablauf?
- Geben Sie einen Überblick über die Hauptkriterien nach denen ein passendes Vorgehensmodell ausgewählt werden kann?
6. Projektstrukturplanung
- Geben Sie einen Überblick über die Inhalte und den methodischen Ablauf der Projektplanung.
- Was versteht man unter dem Begriff „Meilenstein“? Beispiele?
- Was versteht man unter einem Meilensteinplan? Inhalte und Aufbau?
- Erläutern Sie das Prinzip der rollierenden Grob- und Feinplanung von Projekten und die Unterschiede zwischen den zugehörigen Plänen/Planungsdokumenten.
- Was versteht man unter Projektstrukturplänen? Welche Funktionen erfüllen diese Pläne?
- Skizzieren Sie den typischen Aufbau eines funktions- und eines objektorientierten PSP.
- Was versteht man unter einem Produktstrukturplan?
- Wie geht man bei der Projektstrukturplanung vor?
- Bei sukzessier Strukturplanung?
- Bei Top-Down-Strukturplanung?
- Bei Bottom-Up-Strukturplanung?
- Wozu dienen Funktionendiagramme und wie sind sie aufgebaut?
- Was ist ein Arbeitspaket? Unterschied zu Arbeitsvorgängen?
- Welche Funktionen erfüllen Arbeitspaketbeschreibungen und welche Inhalte enthalten sie?
7. Aufwandsschätzung
- Geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Projektaufwand und erläutern sie deren Einfluss.
# Skizzieren und erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektgröße. # Skizzieren und erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Projektdauer. # Skizzieren und erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Projektaufwand und Qualitätsanforderungen.
- Welche Schätzgenauigkeiten lassen sich bei sorgfältiger Arbeit erreichen? Warum sind die entsprechenden Bandbreiten relativ groß, insbesondere zu Projektbeginn? Welche Empfehlungen kann man daraus für die Abgabe von Preisangeboten ableiten?
- Was versteht man unter Bottom-up-Schätzungen und was unter Top-Down-Schätzungen?
- Erläutern Sie die Grundprinzipien der Analogiemethode und der Prozentsatzmethode!
- In welchen Formen lassen sich Expertenbeurteilungen in die Aufwandsschätzung integrieren?
- Was versteht man unter einer Aufwandsschätzklausur? Wie geht man dabei vor?
- Geben Sie ein Beispiel für eine einfache parametrische Schätzbeziehung und erläutern Sie das Grundprinzip parametrischer Schätzmethoden.
- Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Kalibrierung und warum ist eine Kalibrierung wichtig?
8. Ablauf- und Terminplanung
- Was versteht man im Rahmen des Projektmanagements unter einem Netzplan?
- Welche Eingangsdaten werden zur Erstellung eines Netzplans benötigt?
- Was versteht man unter den Begriffen „FAZ“, „FEZ“, „SAZ“, „SEZ“, "kritischer Weg" und "Gesamtpufferzeit" und "freie Pufferzeit"? Wie werden diese Größen ermittelt?
- Welche Hauptvorzüge weist die Netzplantechnik als Planungsmethode auf?
- Erläutern Sie die Vorgehensweise bei der netzplangestützten Projektplanung mit Hilfe von Softwareprogrammen, wie etwa Microsoft Project.
- Geben Sie einen Überblick über die möglichen Abstands- und Anordnungsbeziehungen zwischen zwei verschiedenen Netzplanvorgängen.
- Was bedeutet die Anordnungsbeziehung „3AA + 50%“ zwischen den Vorgängen Nr. 3 und Nr. 4 in einem Netzplan?
- Wie sind negative Pufferzeiten zu interpretieren?
- Vergleichen Sie die Vor- und Nachteile von Netzplandarstellungen gegenüber Balkenplandarstellungen und einfachen Terminlisten.
- Was versteht man unter einem Kapazitätsausgleich? Durch welche Maßnahmen lässt er sich realisieren? Wodurch unterscheiden sich terminorientierter und kapazitätsorientierter Kapazitätsausgleich?
- Mit welchen grundsätzlichen Maßnahmen lässt sich ein Projekt beschleunigen? Beispiele dazu? Welche Rolle spielt dabei der kritische Weg?
9. Risikomanagement
- Geben Sie einen beispielhaften Überblick über typische Risiken in Projekten.
- Worin besteht der Unterschied zwischen einem Problem und einem Risiko und welche Aufgabenstellung leitet sich daraus für das Risikomanagement ab?
- Erläutern Sie die Schritte des Risikomanagements und nennen Sie dazu sinnvolle Einzelmethoden.
- Wie können projektspezifische Risiken identifiziert werden?
- Welche Kriterien spielen bei der Bewertung von Risiken eine Rolle? Zeigen Sie beispielhaft auf, wie ein einfaches Risikobewertungsverfahren aussehen könnte.
- Was versteht man unter einem Risiko-Portfolio? Erläutern Sie Aufbau, Anwendung und Interpretation!
- Erläutern Sie Aufbau und Handhabung der Top-10-Risikoliste.
- Geben Sie einen Überblick über die möglichen Strategien zur Risikobekämpfung.
- Wann sollte für ein Risiko ein spezieller Risikomaßnahmenplan erstellt werden?
10. Projektverfolgung
- Geben Sie einen Überblick über die Ablaufschritte des Projektcontrolling.
- Welche Daten ("Messgrößen") werden im Rahmen der Projektüberwachung typischerweise verfolgt?
- Wie häufig sollte die Projektüberwachung durchgeführt werden? Wovon hängt die Häufigkeit der Überwachung hauptsächlich ab?
- Wie werden Soll-Ist-Vergleiche im Netzplan normalerweise dargestellt?
- Was ist eine Termin-Fortschrittslinie? Wie ist sie zu interpretieren? Vor- und Nachteile gegenüber der normalen Balkenplandarstellung zur Projektüberwachung?
- Was versteht man unter der Earned-Value-Analyse?
- Wie werden dabei Kostenabweichung und Plan-/Leistungsabweichung sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
- Mit welchen Methoden kann der Earned Value erfasst werden? Kurze Erläuterung der jeweiligen Vor- und Nachteile?
- Wie ist ein Meilenstein-Trend-Diagramm aufgebaut? Für welchen Adressatenkreis ist es bestimmt?
- Was wird in einem Kosten-Trend-Diagramm dargestellt?
- Erläutern Sie das Grundprinzip und die Vorgehensweise von Prozess-Metriken ("Quantitative Projektsteuerung"). Was kann man aus der Verfolgung von Prozess-Metriken über die Ursachen von Soll-Ist-Abweichungen heraus lesen?
- Welche Hauptursachen können Plan-/Soll-Ist-Abweichungen in Projekten zugrunde liegen?
- Welche Korrekturmaßnahmen sind bei Soll-Ist-Abweichungen zu überlegen?
- Was versteht man unter Management-Reviews? Beispiele? Vorgehensweise bei der Durchführung?
- Nennen Sie beispielhaft einige "schwache Signale", mit denen man Soll-Ist-Abweichungen vorhersehen kann, noch bevor Sie in Projektstatusberichten offenkundig werden.
- Welche psychologischen Effekte sind im Rahmen der Projektüberwachung häufig zu beobachten und welche Probleme ergeben sich daraus? Insbesondere:
- Was versteht man unter dem „90-Prozent-Syndrom“?
- Was versteht man unter einer Kostenverbuchung nach dem „Tragfähigkeitsprinzip“?
- Was versteht man unter dem „Deadline-Effekt“?
Zuletzt geändert am 07. Januar 2008
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Sprechstunde im SS 2012
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