Technisches Controlling (TCO)

Wiederholungsfragen zur Klausur im SS 2013 (final)

Technisches Controlling (TCO)

Wiederholungsfragen zur Klausur im SS 2013 (final)

Die vorliegende Liste enthält Wiederholungsfragen, die auf die Lernziele der einzelnen Lehreinheiten abgestimmt sind. Sie sollte möglichst parallel zur Behandlung des Stoffes durchgearbeitet werden, um die spätere Vorbereitung auf die Prüfung zu erleichtern. Themengebiete, die am Semesterende in der finalen Version der Wiederholungsfragenliste nicht enthalten sind, werden in den offenen Wissensfragen der Klausur nicht behandelt. Die Fragen der Klausur können allerdings anders formuliert und aus einem anderen Blickwinkel heraus gestellt werden als in der vorliegenden Liste.

1. Einführung zum technischen Controlling

  • Im SS 2013 nicht prüfungsrelevant

2. Überblick zum Projektcontrolling

  • Im SS 2013 nicht prüfungsrelevant

3. Kostencontrolling in Projekten

3.1 Projektkostenrechnung

  1. Wodurch unterscheiden sich Kosten von Ausgaben, Auszahlungen und Aufwendungen?
  2. Geben Sie Beispiele für Personalkosten, Materialkosten, Sach- und Dienstleistungskosten sowie Kapital- und sonstige Kosten in Projekten.
  3. Für die Projektkalkulation kann mit Abteilungsdurchschnittssätzen und/oder mit individuellen Mitarbeiterkostensätzen kalkuliert und/oder abgerechnet werden. Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der beiden Vorgehensweisen.
  4. Grenzen Sie die Begriffe Vorkalkulation, Nachklalkulation, Mit-/Zwischenkalkulation und Zielkalkulation voneinader ab.
  5. Erläutern Sie den Aufbau einer Projekterfolgsrechnung
    • a) für ein Einzelprojekt,
    • b) für ein Unternehmen oder eine Abteilung, in der mehrere Projekte durchgeführt werden.

3.2 Projektkostenplanung

  1. Geben Sie einen Überblick über den Ablauf der Kostenplanung und Budgetierung von Projekten und die dabei beteiligten Organisationsbereiche.
  2. Was versteht man unter den Begriffen "Kostenganglinie" und "Kostensummenlinie"?
  3. Was versteht man unter Bottom-up-Schätzungen und was unter Top-Down-Schätzungen? Vor- und Nachteile dieser beiden Vorgehensweisen?
  4. Geben Sie einen kurzen Überblick über die verschiedenen Arten der projektbegleitenden Kostenschätzung und -kalkulation, die dabei eingesetzten Methoden und die erreichbaren Kalkulationsgenauigkeiten.
  5. Was versteht man unter parametrischen Schätzungen? Geben Sie ein Beispiel für eine einfache parametrische Schätzbeziehung.
  6. Was versteht man unter der Funktionspunktmethode? Welche Arten von Funktionen werden dabei unterschieden? In welchem Zusammenhang stehen Funktionspunkte und Befehlszeilen?
  7. Erläutern Sie den Aufbau, die verschiedenen Gruppen von Einflussfaktoren und die grundsätzliche Anwendung des parametrischen Schätzsystems COCOMO II?
  8. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Kalibrierung und warum ist eine Kalibrierung wichtig? Wie wird sie grundsätzlich durchgeführt?

3.3 Kosten- und Erlösoptimierung

  1. Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Dauer und den Kosten eines Projekts? Grafische Darstellung und Erläuterung der wesentlichen Ursachen?
  2. Was versteht man dabei unter direkten und indirekten Projektkosten sowie unter Opportunitätskosten? Beispiele?
  3. Was versteht man unter Projektbeschleunigungsanalysen? Erläutern Sie die Vorgehensweise und wenden diese an kleinen Beispielen an.

3.4 Earned Value Analyse

  1. Was ist ein Meilenstein-Kostendiagramm? Skizzieren und erläutern Sie dessen Aufbau. Wichtigste Vor- und Nachteile?
  2. Was versteht man bei der Projektkostenverfolgung unter einer Earned Value Analyse?
  3. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung und die daraus abgeleiteten Indizes sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
  4. Welche weiteren Kenngrößen umfasst die standardisierte "Basis-Earned Value Analyse"?
  5. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenabweichungen in Preis- und Mengenabweichungen aufgespalten werden?
  6. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenprognosen in optimistischen und pessimistischen Bandbreiten vorgenommen werden?
  7. Mit welchen Methoden kann der Fertigstellungsgrad bestimmt werden? Kurze Erläuterung mit Vor-/Nachteilen. Gehen Sie hierbei auch auf die Möglichkeiten zur Bilanzierung nach IAS ("Fair Value") im Gegensatz zum "Prinzip des vorsichtigen Kaufmanns" ein.

4. Strategisches Projektportfolio-Management

  1. Was ist eine Projektportfolio? Unterscheidung von Projektportfolio, Programm, Projekt und Teilprojekt? Hauptaufgaben des Projekt-Portfoliomanagements?
  2. Wie läuft das Projektportfoliomanagement ab und wer ist dafür organisatorisch zuständig?
  3. Was versteht man unter Muss- bzw. Zwangsprojekten? Beispiele? Daraus entstehende Probleme im operativen Bereich (siehe dazu auch Lehreinheit zur Projektbudgetierung)?
  4. Welche Arten von Portfolios werden zur strategischen Projektpriorisierung vorgeschlagen? Was sind deren jeweilige Besonderheiten bzw. Einsatzzwecke?
  5. Was versteht man unter einem Eisenhower-Portfolio? Achsendefinition? Welche strategischen Empfehlungen lassen sich daraus ableiten?
  6. Erläutern Sie die Bewertungstechniken, mit denen eine Positionierung auf den Achsen eines Projektportfolios vorgenommen werden kann:
    1. Paarvergleichstechnik
    2. Nutzwertanalyse
  7. Geben Sie einen Überblick über die Teilkriterien bei folgenden Portfolio-Bewertungen?
    1. Ökonomischer Nutzen
    2. Risiko
    3. Strategischer Nutzen
  8. Was versteht man unter Abhängigkeits- und Vernetzungsanalysen? Zielsetzung und Vorgehensweise?
  9. Welche Felder werden in einem Vernetzungs- bzw. Abhängigkeitsportfolio unterschieden? Wie werden die Positionierungen in diesen Feldern vorgenommen? Welche Empfehlungen werden für die Felder gegeben?

5. Operatives Multi-Projektmanagement

5.1 Projektbudgetierung und Projektprogrammauswahl

  1. Was versteht man unter Budgetierung und Projektbudgetierung?
  2. Von welchen Faktoren hängt die Gesamthöhe des Budgets für ein Projektportfolio hauptsächlich ab?
  3. Geben Sie einen Überblick über die zur Projektbudgetierung eingesetzten Verfahren.
  4. Welche Bedeutung haben Zwangsprojekte bei der Projektbudgetierung (siehe auch Lehreinheit zum Strategischen Projektportfolio-Management)?
  5. Welche Probleme oder Gefahren sind mit der Budgetierung häufig verbunden?
  6. Wie arbeiten Sukzessive Verfahren zur Projektauswahl? Welche prinzipiellen Varianten gibt es dabei? Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren zur Auswahl von Projektportfolios, insbesondere der linearen Optimierung?
  7. Erläutern Sie die Anwendung der Linearen Optimierung zur Lösung von Projektauswahlproblemen? Wie kann dazu Microsoft Excel eingesetzt werden? Was versteht man hierbei unter den Begriffen Zielfunktion und Nebenbedingungen?

5.2 Critical Chain Projektmanagement (CCPM)

  1. Was versteht man unter den Begriffen Kritische Kette und Critical Chain Project Management (CCPM) im Gegensatz zum Kritischen Weg der klassischen Projektplanung?
  2. Welche Probleme versucht das CCPM zu überwinden? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Sicherheitsreserven in Schätzungen
    2. Parkinsonsches Gesetz
    3. Studentensyndrom
    4. Negatives Multitasking
  3. Welche Basiskonzepte liegen dem CCPM-Einzelprojektmanagement zugrunde? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Eliminieren von Sicherheitsreserven
    2. Zeitschätzungen ungleich Terminzusagen
    3. Globaler Projektpuffer
    4. Absicherung durch Puffer
    5. Puffermanagement
    6. Staffellaufprinzip
  4. Erläutern Sie die Vorgehensweise des CCPM, insbesondere wie die kritische Kette und die Pufferzeiten bestimmt und die Vorgänge terminiert werden.
  5. Skizzieren Sie das Status-Verfolgungs-Diagramm im CCPM. Mit welcher Kennzahl werden dabei Einzelprojekte verfolgt?
  6. Was versteht man unter dem Drum-Buffer-Rope-Prinzip?

5.3 Projekt-Controllingsysteme

  1. Wozu dient im Projektcontrolling die Einteilung in verschiedene Projektklassen? Nach welchen Kriterien erfolgt eine solchen Einteilung, welche Klassen werden unterschieden und welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Projektarbeit?
  2. Zeigen Sie anhand einiger Beispiele auf, wie Berichtssysteme (Listen, Cockpits) zum Multiprojektcontrolling aufgebaut sind und welche Schlüsse man daraus ziehen kann.
  3. In welche Gruppen kann man Softwaretools für Projektplanung und -controlling einteilen? Was sind deren Hauptmerkmale?

6. Finanzmittelmanagement

  • Im SS 2013 nicht prüfungsrelevant

7. Lifecycle Costing und Target Costing

7.2 Target Costing

  1. Was versteht man unter dem Begriff Target Costing? Dazu eingesetzte Methoden?
  2. Durch welche Methoden (Prinzipien) lassen sich die Zielkosten eines Produkts bestimmen?
  3. Erläutern Sie die grundsätzliche Vorgehensweise des Conjoint Measurement und der Funktionskostenspaltung (mit QFD und mit vereinfachter Vorgehensweise) zur Bestimmung der Zielkosten für einzelne Produktkomponenten.
  4. Erläutern Sie die Vorgehensweise des Reverse Engineering zur Zielkostenbestimmung.
  5. Erläutern Sie die Vorgehensweise der Erfahrungskurvenanalyse zur Zielkostenbestimmung.
  6. Erläutern Sie Aufbau und Anwendung des Zielkosten-Kontrolldiagramms?
  7. Nennen Sie beispielhaft einige Möglichkeiten zur Zielkostenrealisierung.
  8. Was versteht man unter Kurzkalkulationen nach Ähnlichkeitsgesetzen? Beispiele? Anwendung?

7.3 Lifecycle Costing

  1. Was versteht man unter dem Begriff Life Cycle Costing? Welche Aufgaben bzw. Fragestellungen können damit untersucht werden? Warum hat diese Methode in den letzten Jahren eine stärkere Bedeutung erfahren?
  2. Geben Sie einen Überblick und Beispiele für die verschiedenen Kosten- und Erlösarten im Life Cycle Costing.
  3. Warum sind Life Cycle Kostenbetrachtungen meist nur für fallweise Betrachtungen im Einsatz und nicht als laufende Standardmethode des Kostencontrolling?

8. Prozesskostenrechnung

  1. Was versteht man unter Prozesskostenrechnung und welches Problem wollen Unternehmen damit in ihrer Kostenrechnung besser in den Griff bekommen?
  2. Erläutern Sie die Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung?
  3. Was versteht man unter Benchmarking und welche Arten des Benchmarking werden unterschieden?
  4. Geben Sie einen Überblick über die Vorgehensweise des Benchmarking?
  5. Geben Sie einen Überblick darüber, welche Kostenrechnungssysteme am weitesten verbreitet sind und ob diese laufend oder eher fallweise genutzt werden.