Technisches Controlling (TCO)

Wiederholungsfragen zur Klausur im SS 2014 (final)

Technisches Controlling (TCO)

Wiederholungsfragen zur Klausur im SS 2014 (final)

Die vorliegende Liste enthält Wiederholungsfragen, die auf die Lernziele der einzelnen Lehreinheiten abgestimmt sind. Sie soll die Vorbereitung auf die Prüfung erleichtern. Themengebiete, die am Ende des Semesters in der finalen Version der Fragenliste nicht enthalten sind, werden in der Klausur nicht behandelt. Die Fragen der Klausur können allerdings anders formuliert und aus einem anderen Blickwinkel heraus gestellt werden als in der vorliegenden Liste.

Zur Prüfungserleichterung werden die Vorlesungsabschnitte 2.2, 2.4, 3.4 und 4.2 in der Klausur/Nachklausur für das SS 2014 nicht geprüft.

Teil 1: Grundlagen des technischen Controlling

1.1 Einführung

  1. Was bedeutet „Controlling? Welche Ziele werden durch das Controlling verfolgt? Welche unterschiedlichen Sichtweisen gibt es dazu?
  2. Wodurch unterscheiden sich Controller von Managern?
  3. Wie läuft der Controllingprozess grundsätzlich ab?
  4. Welche Hauptaufgaben umfasst das Technische Controlling und wie ist es in den Gesamtbereich Controlling einzuordnen?

1.2 Kurzüberblick: Projektcontrolling

  1. Welche Auffassungen gibt es zum Begriff und den Aufgaben des Projektcontrolling?
  2. Welche Teilgebiete umfasst das Projektcontrolling und was sind deren jeweiligen Ziele? Hierzu insbesondere: Wodurch unterscheiden sich strategisches Projektcontrolling, Multiprojektcontrolling und Einzelprojektcontrolling?
  3. Wer nimmt organisatorisch alles Projektcontrollingaufgaben wahr?
  4. Was sind Projektsteuerer nach HOAI?
  5. Geben Sie inen kurzen Überblick über die wichtigsten Controllinginstrumente in Projekten, insbesondere: Rollierende Projektplanung, Projektstrukturplan, Netzplantechnik, Gantt-Diagramme, Meilenstein-Trend-Diagramme.

Teil 2: Projektcontrolling-Methoden

2.1 Aufwandsschätzung

  1. Grenzen Sie die Begriffe Vorkalkulation, Nachklalkulation, Mit-/Zwischenkalkulation und Zielkalkulation voneinader ab.
  2. Was versteht man unter Bottom-up-Schätzungen und was unter Top-Down-Schätzungen? Vor- und Nachteile dieser beiden Vorgehensweisen?
  3. Geben Sie einen kurzen Überblick über die verschiedenen Arten der projektbegleitenden Kostenschätzung und -kalkulation, die dabei eingesetzten Methoden und die erreichbaren Kalkulationsgenauigkeiten.
  4. Was versteht man unter parametrischen Schätzungen? Geben Sie ein Beispiel für eine einfache parametrische Schätzbeziehung.
  5. Was versteht man unter der Funktionspunktmethode? Welche Arten von Funktionen werden dabei unterschieden? In welchem Zusammenhang stehen Funktionspunkte und Befehlszeilen?
  6. Erläutern Sie den Aufbau, die verschiedenen Gruppen von Einflussfaktoren und die grundsätzliche Anwendung des parametrischen Schätzsystems COCOMO II?
  7. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Kalibrierung und warum ist eine Kalibrierung wichtig? Wie wird sie grundsätzlich durchgeführt?
  8. Was versteht man unter "agilem" Projektmanagement? Ziel?
  9. Geben Sie einen kurzen Überblick, wie die Projektverfolgung und -steuerung im Rahmen des agilen Projektmanagements gehandhabt wird?
  10. Erläutern Sie dabei insbesondere Aufbau und Handhabung sogennannter "Burndown"-Charts.

2.2 Termin- und Kostenoptimierung

  1. Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Dauer und den Kosten eines Projekts? Grafische Darstellung und Erläuterung der wesentlichen Ursachen?
  2. Was versteht man dabei unter direkten und indirekten Projektkosten sowie unter Opportunitätskosten? Beispiele?
  3. Was versteht man unter Projektbeschleunigungsanalysen? Erläutern Sie die Vorgehensweise und wenden diese an kleinen Beispielen an.

2.3 Critical Chain PM (Kritische Kette)

  1. Was versteht man unter den Begriffen Kritische Kette und Critical Chain Project Management (CCPM) im Gegensatz zum Kritischen Weg der klassischen Projektplanung?
  2. Welche Probleme versucht das CCPM zu überwinden? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Sicherheitsreserven in Schätzungen
    2. Parkinsonsches Gesetz
    3. Studentensyndrom
    4. Negatives Multitasking
  3. Welche Basiskonzepte liegen dem CCPM-Einzelprojektmanagement zugrunde? (Die folgenden Punkte sollten dazu kurz erläutert werden können)
    1. Eliminieren von Sicherheitsreserven
    2. Zeitschätzungen ungleich Terminzusagen
    3. Globaler Projektpuffer
    4. Absicherung durch Puffer
    5. Puffermanagement
    6. Staffellaufprinzip
  4. Erläutern Sie die Vorgehensweise des CCPM, insbesondere wie die kritische Kette und die Pufferzeiten bestimmt und die Vorgänge terminiert werden.
  5. Skizzieren Sie das Status-Verfolgungs-Diagramm im CCPM. Mit welcher Kennzahl werden dabei Einzelprojekte verfolgt?

2.4 Risikoanalyse und Bereichsschätzungen

  1. Erläutern Sie die fünf Schritte des Projekt-Risikomanagements.
  2. Wie können projektspezifische Risiken identifiziert werden?
  3. Welche Kriterien spielen bei der Bewertung von Risiken eine Rolle? Methoden zu deren Ermittlung?
  4. Erläutern Sie Aufbau und Handhabung von Risikoportfolio und Top-10-Risikoliste.
  5. Geben Sie anhand des Risikoportfolios einen Überblick über die Möglichkeiten zur Risikobekämpfung.
  6. Welche Vorteile bieten Bereichs- oder Dreipunktschätzungen gegenüber Einpunktschätzungen?
  7. Wie geht man bei Dreipunktschätzungen vor? Insbesondere: Wie werden Erwartungswert und Standardabweichung ermittelt, ausgewertet und interpretiert? Was versteht man unter dem z-Wert?

2.5 Earned Value Analyse

  1. Was versteht man bei der Projektkostenverfolgung unter einer Earned Value Analyse?
  2. Wie werden dabei Kostenabweichung und Planabweichung und die daraus abgeleiteten Indizes sowie die erwarteten Gesamtkosten ermittelt?
  3. Welche weiteren Kenngrößen umfasst die standardisierte "Basis-Earned Value Analyse"?
  4. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenabweichungen in Preis- und Mengenabweichungen aufgespalten werden?
  5. Wie können über die üblichen Standards hinaus bei der Earned Value Analyse Kostenprognosen in optimistischen und pessimistischen Bandbreiten vorgenommen werden?
  6. Mit welchen Methoden kann der Fertigstellungsgrad bestimmt werden? Kurze Erläuterung mit Vor-/Nachteilen. Gehen Sie hierbei auch auf die Möglichkeiten zur Bilanzierung nach IAS ("Fair Value") im Gegensatz zum HGB ein.
  7. Für die Projektkalkulation kann mit Abteilungsdurchschnittssätzen und/oder mit individuellen Mitarbeiterkostensätzen kalkuliert und/oder abgerechnet werden. Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der beiden Vorgehensweisen.

Teil 3: Produkt- und Prozesscontrolling

3.1 Kurzüberblick: Produktkalkulation

  1. Geben Sie einen Überblick darüber, welche Kostenrechnungssysteme am weitesten verbreitet sind und ob diese laufend oder eher fallweise genutzt werden.

3.2 Prozesskostenrechnung

  1. Was versteht man unter Prozesskostenrechnung und welches Problem wollen Unternehmen damit in ihrer Kostenrechnung besser in den Griff bekommen?
  2. Erläutern Sie die Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung?

3.3 Target Costing

  1. Was versteht man unter dem Begriff Target Costing? Dazu eingesetzte Methoden?
  2. Durch welche Methoden (Prinzipien) lassen sich die Zielkosten eines Produkts bestimmen?
  3. Erläutern Sie die grundsätzliche Vorgehensweise des Conjoint Measurement und der Funktionskostenspaltung (mit QFD und mit vereinfachter Vorgehensweise) zur Bestimmung der Zielkosten für einzelne Produktkomponenten.
  4. Erläutern Sie die Vorgehensweise des Reverse Engineering zur Zielkostenbestimmung.
  5. Erläutern Sie die Vorgehensweise der Erfahrungskurvenanalyse zur Zielkostenbestimmung.
  6. Erläutern Sie Aufbau und Anwendung des Zielkosten-Kontrolldiagramms?
  7. Nennen Sie beispielhaft einige Möglichkeiten zur Zielkostenrealisierung.
  8. Was versteht man unter Kurzkalkulationen nach Ähnlichkeitsgesetzen? Beispiele? Anwendung?

3.4 Lifecycle Costing *

  1. Was versteht man unter dem Begriff Life Cycle Costing? Welche Aufgaben bzw. Fragestellungen können damit untersucht werden? Warum hat diese Methode in den letzten Jahren eine stärkere Bedeutung erfahren?
  2. Geben Sie einen Überblick und Beispiele für die verschiedenen Kosten- und Erlösarten im Life Cycle Costing.
  3. Warum sind Life Cycle Kostenbetrachtungen meist nur für fallweise Betrachtungen im Einsatz und nicht als laufende Standardmethode des Kostencontrolling?
  4. Wie unterscheiden sich die Lebenszykluskosten technischer Systeme aus Betreibersicht und aus Herstellersicht? Konsequenzen aus diesen unterschiedlichen Sichtweisen bzw. Interessenlagen?

3.5 Benchmarking *

  1. Was versteht man unter Benchmarking und welche Arten des Benchmarking werden unterschieden?
  2. Geben Sie einen Überblick über die Vorgehensweise des Benchmarking?

Teil 4: Projektorientierte Unternehmensführung

4.1 Strategisches Projektportfolio-Management

  1. Was ist eine Projektportfolio? Unterscheidung von Projektportfolio, Programm und Projekt?
  2. Geben Sie einen Überblick über die Hauptaufgaben und den grundsätzlichen Ablauf des Projekt-Portfoliomanagements?
  3. Was versteht man unter Muss- bzw. Zwangsprojekten? Beispiele?
  4. Wozu dient im Projektcontrolling die Einteilung in verschiedene Projektklassen? Nach welchen Kriterien erfolgt eine solchen Einteilung, welche Klassen werden unterschieden und welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Projektarbeit?
  5. Neu: Welche drei grundsätzlichen Gruppen von Projektbewertungsmethoden werden im Projektportfoliomanagement unterschieden? Jeweils kurze Charakterisierung?
  6. Neu: Welche Teilbereiche umfasst eine vollumfängliche integrierte Projektportfoliobewertung?
  7. Was versteht man unter Abhängigkeits- und Vernetzungsanalysen? Zielsetzung und Vorgehensweise?
  8. Welche Felder werden in einem Vernetzungs- bzw. Abhängigkeitsportfolio unterschieden? Wie werden die Positionierungen in diesen Feldern vorgenommen? Welche Empfehlungen werden für die Felder gegeben?

4.2 Balanced Scorecard *

  1. Was versteht man unter einer „Balanced Scorecard“?
  2. Erläutern Sie den Aufbau einer Balanced Scorecard und geben Sie Beispiele für deren Inhalte?
  3. Wie läuft der Einsatz einer Balanced Scorecard im Unternehmen typischerweise ab?
  4. Was ist eine „Strategy Map“?
  5. Erläutern Sie, wie mit Hilfe einer Balanced Scorecard-Punktebewertung die Zielerreichung von Projekten verfolgt werden kann.
  6. Wie kann die Balanced Scorecard im Projektportfoliomanagement unterstützend verwendet werden?
  7. Was ist eine "Project Scorecard"? Unterschiede zur Balanced Scorecard? Typische Kenngrößen in einem Project Scorecard?

4.3 Operatives Multiprojektmanagement

  1. Was versteht man unter Budgetierung und Projektbudgetierung?
  2. Von welchen Faktoren hängt die Gesamthöhe des Budgets für ein Projektportfolio hauptsächlich ab?
  3. Geben Sie einen Überblick über die zur Projektbudgetierung eingesetzten Verfahren.
  4. Wie arbeiten Sukzessive Verfahren zur Projektauswahl? Welche prinzipiellen Varianten gibt es dabei? Vor- und Nachteile gegenüber anderen Verfahren zur Auswahl von Projektportfolios, insbesondere der linearen Optimierung?
  5. Erläutern Sie die Anwendung der Linearen Optimierung zur Lösung von Projektauswahlproblemen? Wie kann dazu Microsoft Excel eingesetzt werden? Was versteht man hierbei unter den Begriffen Zielfunktion und Nebenbedingungen?
  6. Welche Faktoren müssen bei der Multiprojektplanung nach CCPM (Critical Chain Project Management) zusätzlich zur Einzelprojektplanung berücksichtigt werden?
  7. Wie sichert man sich bei der CCPM-Multiprojektplanung gegenüber der CCPM-Einzelprojektplanung zusätzlich gegen Terminrisiken ab? Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem Drum-Buffer-Rope-Prinzip?
  8. Kann das operative Multiprojektmanagement auch ohne Lenkungsausschüsse und ohne große zentrale Controllingstelle erfolgen? (Erläutern Sie dazu kurz die Voraussetzungen, die Vorgehensweise und die Erfahrungen aus der Fallstudie 1&1)