Prozessmanagement (PCM)

SPC-Aufgabe 2: Stückbezogener Prozess

Prozessmanagement (PCM)

SPC-Aufgabe 2: Stückbezogener Prozess

  • Lernziel: Prozessmessungen auswerten und daraus Warn- und Eingriffsgrenzen für die statistische Prozessregelung bestimmen können
  • Aufgabe aus früherer Klausur (20 Punkte)

Um das Fehlerrisiko zu vermindern, soll ein Fertigungsvorgang SPC-überwacht werden. In einer Grunderhebung unter Serienbedingungen ergaben sich 10 Messreihen mit je 4 Messwerten (in mm):

Nr.Wert 1Wert 2Wert 3Wert 4
18,168,158,218,18
28,228,258,188,26
38,158,178,178,22
48,158,228,208,21
58,238,188,198,22
68,188,198,168,20
78,178,168,168,19
88,228,258,198,19
98,218,198,178,22
108,168,228,228,23

Fragen

  1. Ermitteln Sie Schätzwerte für die Prozessmittellage und die Prozessstreuung. (6 Punkte)
  2. Bestimmen Sie die Eingriffsgrenzen einer Median-Spannweite-Regelkarte. Die regelmäßig zu entnehmende Stichprobe soll dazu den Umfang n=4 haben. (4 Punkte)
  3. Liegt Prozessfähigkeit vor, wenn die Fertigungstoleranz 8,2 ± 0,125 mm beträgt? Ermitteln Sie dazu die erforderlichen Werte und begründen Sie Ihre Antwort. (6 Punkte)
  4. Bei welcher Fertigungstoleranz mit Toleranzmitte 8,2 mm ergibt sich unter Berücksichtigung obiger Messwerte ein cpk -Wert von 1,67? (4 Punkte)

Lösungshinweise

  1. Prozessmittellage = 8,196 Prozessstreuung (Sigma) = 0,02817
  2. Prozesslage: UEG/OEG=8,15...8,242, Prozessstreuung: UEG=0, OEG=0,132
  3. cp = 1,48, cpk = 1,43 (beide Werte zwar größer 1,33, aber ungenügender Stichprobenumfang, daher keine Prozessfähigkeit)
  4. Fertigungstoleranz = 8,2 +/- 0,145